
Ganzkörper-Check-up
Ein Tag. Ein vollständiges Bild Deiner Gesundheit.
25 funktionelle Untersuchungen, 89 Labor-Biomarker und sechs Stunden in einer Klinik nahe Kurfürstendamm — von Fachärzten befundet und in einem schriftlichen Präventionsplan zusammengeführt. Ab €1.900, für Privatversicherte nach GOÄ abrechenbar.
- 25 funktionelle Untersuchungen
- 89 bis 230 Biomarker
- Befundbesprechung am selben Tag
- 4,9 / 5 bei 71+ Bewertungen
Kurz gefasst
Was ein Ganzkörper-Check-up leistet
Ein Ganzkörper-Check-up erfasst mehrere Organsysteme an einem Termin, statt sie über Monate verteilter Facharzttermine zu suchen. Der Begriff ist nicht geschützt: Was darunter angeboten wird, reicht vom erweiterten Blutbild bis zum Mehrstundenprogramm mit Schnittbildgebung. Entscheidend ist weniger die Zahl der Untersuchungen als die Frage, ob am Ende jemand die Befunde zusammenführt und daraus eine Entscheidung ableitet. Bei YEARS sind das 25 funktionelle Untersuchungen, 89 Labor-Biomarker und 60 Minuten Befundbesprechung mit einem Facharzt an einem Tag in Berlin-Charlottenburg, abgeschlossen mit einem schriftlichen Präventionsplan.
Auf einen Blick
- Dauer
- 6 Stunden (Core), 9 Stunden (Evolve, Ultimate)
- Untersuchungen
- 25 funktionelle Verfahren an einem Standort
- Labor
- 89 Biomarker (Core) bis 230 (Ultimate)
- Befundbesprechung
- 60 Minuten mit einem Facharzt, am selben Tag
- Preis
- ab €1.900, GOÄ-Rechnung für die PKV-Einreichung
- Ort
- Joachimsthaler Straße 34, 10719 Berlin
Umfang
Was gehört in einen Ganzkörper-Check-up?
Fünf Bereiche, die ein umfassender Check-up abdecken sollte — und was YEARS dafür einsetzt.
Herz und Gefäße
Ruhe-EKG, Echokardiographie, Gefäßultraschall der Halsschlagadern mit Doppler, Blutdruck- und Pulswellenmessung, Spiroergometrie unter Belastung.
Der Bereich mit der besten Datenlage. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in Deutschland, und ein großer Teil der Risikofaktoren ist messbar und beeinflussbar, lange bevor Beschwerden auftreten.
Labor
Großes Blutbild, Leber-, Nieren- und Schilddrüsenwerte, HbA1c und Insulin, komplettes Lipidprofil inklusive ApoB und Lp(a), hsCRP, Homocystein, Vitamin- und Mineralstoffstatus, Hormonprofil.
ApoB und Lp(a) sind der Punkt, an dem sich ein umfassendes Profil vom Standardlabor unterscheidet. Lp(a) ist weitgehend genetisch festgelegt und wird einmal im Leben bestimmt — viele Menschen mit erhöhtem Wert wissen nichts davon.
Lunge und Leistungsfähigkeit
Bodyplethysmographie, Spirometrie, Diffusionskapazität, Spiroergometrie mit VO2max-Bestimmung, Laktatdiagnostik.
Die VO2max ist einer der stärksten einzelnen Prädiktoren für die Lebenserwartung und zugleich durch Training gut veränderbar. Sie taucht in Standard-Check-ups fast nie auf.
Organe und Bildgebung
Ultraschall von Bauchraum, Leber, Nieren und Schilddrüse, Körperzusammensetzungsanalyse, Knochendichtemessung. Ganzkörper-MRT ab Evolve.
Ultraschall erreicht die Bauchorgane gut und arbeitet ohne Strahlung. Für Bereiche, die er nicht erreicht, kommt ab Evolve das MRT dazu — mit der Einordnung, die weiter unten steht.
Kognition und Belastung
Kognitive Testung, Stress- und Schlafanamnese, Herzratenvariabilität, validierte Fragebögen zu Schlafqualität und Belastung.
Der Bereich, der in technisch orientierten Programmen am häufigsten fehlt. Schlaf und Belastung erklären einen erheblichen Teil der Befunde, die sonst unerklärt bleiben.
Was in einem Programm nicht enthalten sein sollte, ist genauso wichtig: Verfahren ohne Fragestellung produzieren Befunde ohne Konsequenz. Wir setzen Bildgebung deshalb gestuft ein und nicht pauschal.
Einordnung
Wie weit reicht „Ganzkörper“ wirklich?
Der Begriff verspricht Vollständigkeit, die kein Verfahren einlöst. Die ehrliche Antwort ist dreistufig.
Das bringt Dir sicher etwas
Leitlinien- und endpunktbasiertBlutdruck, Lipidprofil mit ApoB, HbA1c, Nierenfunktion, Impfstatus, die etablierten Früherkennungsprogramme (Koloskopie, Mammografie, Hautkrebsscreening), Spiroergometrie zur Bestimmung der VO2max.
Für diese Verfahren gibt es Studien, die zeigen, dass Menschen dadurch länger gesund bleiben. Wer hier etwas offen hat, gewinnt daraus mehr als aus jeder erweiterten Diagnostik.
Das schärft das Bild
KontextdiagnostikEchokardiographie und Gefäßultraschall ohne Beschwerden, erweiterte Biomarker wie Lp(a), hsCRP und Homocystein, Körperzusammensetzung, Knochendichte, Hormonprofile.
Diese Verfahren verbessern die Risikoeinschätzung und verändern häufig eine Entscheidung. Ein direkter Nachweis, dass ihr Einsatz ohne Anlass die Sterblichkeit senkt, fehlt für die meisten von ihnen.
Das ist noch offen
ForschungsnahGanzkörper-MRT ohne klinischen Anlass, Liquid Biopsy zur Krebsfrüherkennung, epigenetische Altersbestimmung, Mikrobiomanalytik.
Die systematische Übersichtsarbeit in European Radiology (2025) über 9.024 beschwerdefreie Teilnehmende fand in 1,57 Prozent eine bestätigte Krebsdiagnose, bei gleichzeitig hoher Rate an Zufallsbefunden. Wir setzen diese Verfahren ein und weisen sie als forschungsnah aus.
Die Unterscheidung ist der Grund, warum wir das Ganzkörper-MRT erst ab Evolve führen und nicht als Standard für jeden. Ein Verfahren, das etwas findet, ist nicht automatisch ein Verfahren, das nützt: Entscheidend ist, ob der Befund eine Handlung auslöst, die den Verlauf verbessert.
Die vollständige Klassifikation aller Verfahren steht auf unserer Evidenz-Seite
Programme
Welches Programm passt zu Dir?
Drei Umfänge, derselbe Ablauf: Diagnostik am Vormittag, Befundbesprechung am Nachmittag.
| Programm | Preis | Dauer | Biomarker | Zusätzlich enthalten |
|---|---|---|---|---|
| Core | €1.900 | 6 Stunden | 89 | Der vollständige Basis-Status: 25 funktionelle Untersuchungen, Ultraschall, Spiroergometrie, Präventionsplan. |
| Evolve | €7.600 | 9 Stunden | 120 | Alles aus Core plus Ganzkörper-MRT, Liquid Biopsy und ein Check-in im Verlauf. |
| Ultimate | €16.900 | 9 Stunden | 230 | Alles aus Evolve plus Epigenetik, Neurologie, Mikrobiomanalytik, drei Check-ins und ein fester Health Manager. |
Core
€1.900
Dauer · Biomarker
6 Stunden · 89
Der vollständige Basis-Status: 25 funktionelle Untersuchungen, Ultraschall, Spiroergometrie, Präventionsplan.
Evolve
€7.600
Dauer · Biomarker
9 Stunden · 120
Alles aus Core plus Ganzkörper-MRT, Liquid Biopsy und ein Check-in im Verlauf.
Ultimate
€16.900
Dauer · Biomarker
9 Stunden · 230
Alles aus Evolve plus Epigenetik, Neurologie, Mikrobiomanalytik, drei Check-ins und ein fester Health Manager.
Für Privatversicherte und Beihilfeberechtigte rechnen wir nach GOÄ ab. Je nach Tarif wird ein erheblicher Teil erstattet, der Eigenanteil liegt dann deutlich unter dem Programmpreis.
Auswahl
Woran erkennst Du einen guten Anbieter?
Fünf Fragen, die sich vor der Buchung beantworten lassen — bei jedem Anbieter, auch bei uns.
Wer befundet, und ist die Person benannt?
Ein Check-up ist so gut wie die ärztliche Einordnung am Ende. Wenn auf einer Anbieterseite kein Arzt mit Namen, Facharzttitel und Werdegang steht, lässt sich das nicht prüfen. Unsere Ärzte stehen weiter unten, jeweils mit eigenem Profil.
Wie viel Zeit ist für die Besprechung eingeplant?
Die Diagnostik ist der einfache Teil. Der Unterschied entsteht in der Besprechung: Befunde zusammenführen, gegen die Vorgeschichte halten, priorisieren. Frag nach der Minutenzahl. Bei YEARS sind es 60 Minuten mit einem Facharzt.
Was bekommst Du schriftlich mit?
Ein Stapel Laborausdrucke ist kein Ergebnis. Sinnvoll ist ein schriftlicher Plan, der die Befunde einordnet, konkrete Schritte benennt und festhält, was wann kontrolliert wird. Bei uns läuft das über das Patientenportal.
Wird gesagt, was ein Verfahren nicht kann?
Anbieter, die jedes Verfahren gleich stark bewerben, haben die Einordnung nicht gemacht oder halten sie zurück. Bei Ganzkörper-MRT, Liquid Biopsy und epigenetischen Uhren gehört die Unsicherheit in die Beschreibung, nicht ins Kleingedruckte.
Sind Preise und Erstattung transparent?
Ein Programmpreis ohne Angabe, was zusätzlich anfällt, ist keine Preisangabe. Für Privatversicherte gehört dazu, welche GOÄ-Ziffern abgerechnet werden und was das für die Einreichung bedeutet.
Die großen Check-up-Anbieter mit Namen
Die Kriterien oben erklären, worauf zu achten ist. Wer konkret sucht, will Namen. Hier sind vier der bekanntesten Anbieter in Deutschland, jeweils mit den Angaben von ihrer eigenen Website, dazu unsere eigene Einordnung. Was dabei auffällt: Die großen Häuser arbeiten mit Standortnetzen, wir mit einem Ort und mehr Zeit pro Person.
| Anbieter | Was es ist | Standorte | Check-up-Umfang | Was das für Dich bedeutet |
|---|---|---|---|---|
| YEARS | Ärztlich geführte Präventionsklinik, ein Standort | Berlin-Charlottenburg | 25 funktionelle Untersuchungen, 89 bis 230 Biomarker, 6 bis 9 Stunden, Ganzkörper-MRT ab Evolve | 60 Minuten Befundbesprechung mit einem Facharzt am selben Tag und ein schriftlicher Präventionsplan. Ein Standort heißt: Anreise für alle außerhalb Berlins, dafür dieselben Ärzte im Verlauf. |
| Helios Prevention Center Quelle: helios-gesundheit.de | Präventionssparte eines bundesweiten Klinikkonzerns | Sechs Standorte plus zwei Kooperationspartner | Check-up über rund sechs Stunden mit Labor, Diagnostik, Facharztgespräch, Fitness- und Ernährungsberatung | Nennt sich nach eigenen Angaben führender Präventionsanbieter Deutschlands, mit über 10.000 Check-ups im Jahr. Das Standortnetz ist der Vorteil, wenn Anreise zählt. |
| Conradia Medical Prevention Quelle: conradia-checkup.de | Präventions- und Check-up-Medizin mit radiologischem Schwerpunkt | Zehn Zentren, darunter Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Köln | Drei Stufen: internistischer Check-up, dazu wahlweise Ganzkörper-MRT und erweiterte Bildgebung nach Risiko | Der am häufigsten ausgezeichnete Anbieter im Feld: Bestes Check-up-Zentrum der WirtschaftsWoche 2023 und 2024, Deutschlands Beste 2026. Stark in der Bildgebung, die Zusammenführung mit Funktionsdiagnostik ist ein anderer Ansatz als unserer. |
| Sana Prävention Quelle: sana-praevention.de | Präventionsangebot einer bundesweiten Klinikgruppe | Sechs Standorte: Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt, Karlsruhe, München (zwei) | Ganztägiger Check-up mit Labor, Ultraschall von Hals, Schilddrüse, Herz und Bauchraum, Belastungs-EKG, Lungenfunktion, Leistungsdiagnostik | Betreut nach eigenen Angaben maximal zwei Personen je Arzt und Tag. Der Untersuchungsumfang liegt nah an unserem Core-Programm, die Verlaufsbegleitung ist unterschiedlich geregelt. |
| radprax Vorsorge-Institut Quelle: radprax-vorsorge.de | Radiologisches Vorsorge-Institut, Teil der Quartz Healthcare Group | Düsseldorf | Ganzkörper-Check mit 3-Tesla-MRT, ergänzbar um Herz-Belastungstest, Prostata- und Brust-MRT sowie Endoskopie | Der Schwerpunkt liegt auf der Bildgebung an einem Tag. Wer vor allem ein Bild will, ist hier nah an der Quelle; ein breites Biomarker-Panel gehört nicht zum radiologischen Leistungskatalog. |
Angaben zu Dritten nach den Websites der Anbieter, Stand 15. September 2026. Preise Dritter nennen wir bewusst nicht: sie ändern sich laufend, und eine Vergleichsseite mit veralteten Preisen hilft niemandem.
Ärztliche Leitung
Wer untersucht Dich?
Fachärztinnen und Fachärzte für Innere Medizin und Kardiologie — namentlich, mit Werdegang und eigenem Profil.
Dr. med. Raphael Finn
Facharzt für Innere Medizin & Kardiologie
Doctor-medic Alexandru Ardelean
Facharzt für Innere Medizin
Dr. med. Ann Netzer
Fachärztin für Innere Medizin
Dr. med. Sebastian Kuss
Facharzt für Innere Medizin
Dr. med. Hani Al-Mohamed
Facharzt für Innere Medizin | Altersmedizin
Das vollständige Team mit MFA, Labor und Operations findest Du auf der Team-Seite
Eignung
Wann ist ein Ganzkörper-Check-up sinnvoll?
Es gibt Konstellationen, in denen ein umfassendes Programm klar etwas bringt — und solche, in denen weniger mehr ist.
Dann lohnt sich das volle Programm
Familiäre Vorbelastung mit frühem Erkrankungsalter
Herzinfarkt, Schlaganfall oder Krebs bei Eltern oder Geschwistern vor dem 60. Lebensjahr verschiebt die Vortestwahrscheinlichkeit deutlich. Hier liefert ein breiter Status Entscheidungsgrundlagen, die ein Basisprofil nicht hergibt.
Werte, die sich durch den Lebensstil nicht erklären lassen
Auffällige Leberwerte ohne Alkohol, Erschöpfung bei gutem Schlaf, Gewichtszunahme trotz unveränderter Ernährung. Wenn die naheliegende Erklärung nicht trägt, ist die breite Suche berechtigt.
Ein vollständiger Status an einem Tag
Wer beruflich keine sechs Facharzttermine über vier Monate legen kann, gewinnt durch die Bündelung real Zeit. Das ist ein organisatorisches Argument, kein medizinisches — es ist trotzdem ein gutes.
Ein Ausgangswert für die kommenden Jahre
Viele Marker sind erst im Verlauf aussagekräftig. Ein sauber erhobener Ausgangspunkt mit 40 macht jede spätere Messung interpretierbar, weil die individuelle Normalität dann bekannt ist.
Dann reicht der Hausarzt zunächst
Unter 30, ohne Vorbelastung und ohne Beschwerden
Blutdruck, Lipide, HbA1c, Nierenfunktion und Impfstatus decken den relevanten Teil ab und werden von der Kasse getragen. Die Ausbeute eines umfassenden Programms ist in dieser Gruppe gering.
Die Basisfaktoren sind noch offen
Wer raucht, weniger als sechs Stunden schläft oder sich kaum bewegt, gewinnt aus einer Veränderung dieser Punkte mehr als aus jeder erweiterten Diagnostik. Das Programm ersetzt diese Arbeit nicht, es misst sie.
Die Früherkennungsprogramme sind nicht wahrgenommen
Koloskopie, Mammografie und Hautkrebsscreening haben die beste Datenlage im ganzen Feld und kosten Kassenpatienten nichts. Sie gehören zuerst gemacht, nicht als Ergänzung zu einem Selbstzahlerprogramm.
Eine konkrete Frage steht im Raum
Bei einem klaren Symptom ist die gezielte fachärztliche Abklärung der schnellere und präzisere Weg. Ein Check-up ist für den beschwerdefreien Zustand gedacht, nicht als Ersatz für eine Diagnostik mit Anlass.
Wenn Du unsicher bist, welche der beiden Spalten auf Dich zutrifft: Genau dafür ist die Erstberatung da. Sie ist kostenfrei und dauert 20 Minuten.
Häufige Fragen zum Ganzkörper-Check-up
Ein Ganzkörper-Check-up ist eine umfassende Vorsorgeuntersuchung, die mehrere Organsysteme an einem Termin erfasst, statt sie über einzelne Facharzttermine zu verteilen. Typisch sind eine ausführliche Anamnese, körperliche Untersuchung, ein breites Laborprofil, Herzdiagnostik mit EKG und Ultraschall, Gefäßdiagnostik, Lungenfunktion, Bauch- und Schilddrüsenultraschall sowie eine Körperzusammensetzungsanalyse. Der Begriff ist nicht geschützt und nicht normiert: Was ein Anbieter darunter versteht, reicht von einem erweiterten Blutbild bis zu einem Programm über mehrere Stunden mit Bildgebung. Bei YEARS umfasst der Check-up 25 funktionelle Untersuchungen und 89 Labor-Biomarker an einem Tag, ärztlich befundet und in einem schriftlichen Präventionsplan zusammengeführt.
Die Spanne im deutschen Markt ist groß, weil der Begriff nicht definiert ist. Reine Laborpakete beginnen dreistellig, umfassende privatärztliche Programme mit Bildgebung liegen im vier- bis fünfstelligen Bereich. Entscheidend für den Preis sind drei Punkte: ob Schnittbildgebung enthalten ist, wie viel ärztliche Zeit für Befundbesprechung eingeplant ist und wie breit das Laborprofil angelegt ist. Bei YEARS kostet Core €1.900 mit 89 Biomarkern und 6 Stunden vor Ort, Evolve €7.600 zusätzlich mit Ganzkörper-MRT, Liquid Biopsy und 120 Biomarkern, Ultimate €16.900 mit 230 Biomarkern plus Epigenetik, Neurologie und Mikrobiom. Privatversicherte reichen eine GOÄ-konforme Rechnung ein und bekommen je nach Tarif einen erheblichen Teil erstattet.
Ein vollständiger Check-up an einem Tag dauert je nach Umfang zwischen vier und neun Stunden. Bei YEARS sind es sechs Stunden für Core und neun für Evolve und Ultimate, jeweils inklusive Pausen und Verpflegung. Der Ablauf folgt einer festen Reihenfolge: nüchterne Blutentnahme und Anamnese am Morgen, danach Funktionsdiagnostik und Bildgebung, am Nachmittag die Befundbesprechung. Diese Besprechung ist der Teil, an dem sich Programme am deutlichsten unterscheiden. Bei YEARS sind dafür 60 Minuten mit einem Facharzt vorgesehen. Laborwerte, die länger brauchen, und die MRT-Befundung werden nachgereicht, der schriftliche Präventionsplan folgt im Anschluss über das Patientenportal.
Nicht zwingend, und die Frage ist medizinisch weniger eindeutig, als die Vermarktung nahelegt. Ein Ganzkörper-MRT arbeitet ohne Röntgenstrahlung und findet Befunde, die Ultraschall nicht erreicht. Eine systematische Übersichtsarbeit in European Radiology (2025) über 10 Studien mit 9.024 beschwerdefreien Teilnehmenden fand in 1,57 Prozent der Fälle eine bestätigte Krebsdiagnose. Gleichzeitig zeigt die Datenlage eine hohe Rate an Zufallsbefunden, die weitere Abklärung auslösen, ohne dass daraus eine Behandlung folgt. Ein Nachweis, dass Ganzkörper-MRT ohne Anlass die Sterblichkeit senkt, fehlt bislang. Bei YEARS ist das MRT deshalb ab Evolve enthalten und wird als forschungsnahes Verfahren ausgewiesen, nicht als Standard für jeden.
Die gesetzliche Krankenversicherung trägt den Gesundheits-Check-up nach den Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses: ab 35 alle drei Jahre, zwischen 18 und 34 einmalig, mit Anamnese, körperlicher Untersuchung, kleinem Laborprofil und Urinuntersuchung. Dazu kommen die etablierten Früherkennungsprogramme wie Hautkrebsscreening, Koloskopie und Mammografie in definierten Altersgruppen. Ein umfassender Ganzkörper-Check-up geht darüber hinaus und ist Selbstzahlerleistung. Privatversicherte und Beihilfeberechtigte haben eine andere Ausgangslage: Die Leistungen werden nach GOÄ abgerechnet und je nach Tarif ganz oder zu großen Teilen erstattet. Der typische Eigenanteil liegt dann deutlich unter dem Programmpreis, hängt aber von Tarif und Selbstbehalt ab.
Ein fester Schwellenwert lässt sich aus der Datenlage nicht ableiten, weil das Risikoprofil stärker zählt als das Geburtsjahr. Als Orientierung: Ab etwa 40 steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein umfassender Status etwas findet, das sich noch gut beeinflussen lässt — kardiovaskuläre Risikomarker wie ApoB und Lp(a), Insulinresistenz, beginnende Fettleber. Früher sinnvoll wird er bei familiärer Vorbelastung mit frühem Erkrankungsalter, bei Beschwerden ohne erklärenden Befund und bei Werten, die sich durch den Lebensstil nicht erklären lassen. Unter 30 und ohne Vorbelastung bringt ein hausärztliches Basisprofil aus Blutdruck, Lipiden, HbA1c und Impfstatus meist mehr als ein umfassendes Programm.
Für das Gesamtpaket gibt es kein evidenzbasiertes Intervall, für die einzelnen Bestandteile schon. Die etablierten Früherkennungsprogramme haben klar definierte Abstände: Koloskopie alle zehn Jahre, Mammografie alle zwei Jahre, Hautkrebsscreening alle zwei Jahre. Für Laborwerte und Funktionsdiagnostik richtet sich der Abstand nach dem Ausgangsbefund. Wer unauffällige Werte und kein besonderes Risikoprofil hat, gewinnt aus einer jährlichen Wiederholung wenig; alle zwei bis drei Jahre reicht meist. Wer einen auffälligen Befund hatte oder gezielt an Werten arbeitet, profitiert von einer engeren Kontrolle einzelner Marker statt einer Wiederholung des kompletten Programms. Diese Einordnung ist Teil der Befundbesprechung.
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In der kostenfreien Erstberatung klären wir in 20 Minuten, welcher Umfang zu Deiner Vorgeschichte passt — und ob ein umfassendes Programm für Dich gerade das Richtige ist.