Diagnostiktag in der YEARS Klinik in Berlin-Charlottenburg

Genetischer Gesundheitscheck

Ein Genbefund allein sagt wenig. Neben 230 Messwerten sagt er viel.

Genetik beschreibt Veranlagung, Laborwerte und Bildgebung beschreiben Zustand. Erst zusammen ergibt sich, ob eine Variante bei Dir gerade etwas bedeutet oder nicht. Deshalb läuft die Sequenzierung bei YEARS im vollständigen Check-up und nicht daneben.

  • Sequenzierung plus 230+ Biomarker
  • Ganzkörper-MRT am selben Tag
  • Familienanamnese über drei Generationen
  • Ein Diagnostiktag in Berlin

Kurz gefasst

Was ein genetischer Gesundheitscheck ist

Ein Gesundheitscheck, bei dem die genetische Analyse nicht als Einzelbefund dasteht, sondern gemeinsam mit Laborwerten, Bildgebung, Funktionsdiagnostik und Familienanamnese ausgewertet wird. Der Unterschied zu einem eigenständigen Gentest ist inhaltlich: Eine Variante im LDL-Rezeptor bedeutet etwas anderes, wenn Dein LDL bei 190 liegt, als wenn es bei 90 liegt. Bei YEARS läuft der genetische Teil im Ultimate-Programm, gemeinsam mit über 230 Biomarkern, Ganzkörper-MRT, Liquid Biopsy und Mikrobiom an einem Diagnostiktag in Berlin. Die Sequenzierung ist einmalig und gilt lebenslang, der übrige Check-up beschreibt einen Zustand und wird jährlich wiederholt.

Grundlagen: Genetische Analyse im Überblick · Welche Risikofaktoren eine Konsequenz haben

Das Kernargument

Derselbe Befund, zwei Bedeutungen.

Drei Beispiele, an denen der Unterschied zwischen einem Rohergebnis und einem eingeordneten Befund sichtbar wird.

Variante im LDL-Rezeptor (LDLR)

Allein gelesen

"Erhöhtes Risiko für familiäre Hypercholesterinämie." Ohne Lipidwerte bleibt offen, ob sich das bei Dir überhaupt ausprägt.

Mit Messwerten und Anamnese

LDL bei 190 mg/dl und Herzinfarkte in der Familie: Die Diagnose ist naheliegend, die Konsequenz ist konsequente Lipidsenkung und Kaskadenscreening. LDL bei 90 ohne Familienereignis: Beobachtung statt Therapie.

Erhöhter polygener Score für koronare Herzkrankheit

Allein gelesen

"Risiko über dem Bevölkerungsdurchschnitt." Eine Wahrscheinlichkeit ohne Bezug auf Deinen aktuellen Zustand.

Mit Messwerten und Anamnese

Plaques im Gefäßultraschall, ApoB erhöht: Der Score ist dann nicht mehr die Information, die zählt — der Befund ist es. Gefäße unauffällig, ApoB im Zielbereich: Der Score verschiebt die Priorität, nicht die Therapie.

CYP2C19 Poor Metaboliser

Allein gelesen

"Verminderte Aktivierung bestimmter Wirkstoffe." Relevant, aber ohne Medikationsliste ohne Adressat.

Mit Messwerten und Anamnese

Du nimmst Clopidogrel nach einem Stent: Der Befund ist unmittelbar handlungsrelevant, weil das Standardpräparat kaum Thrombozytenhemmung liefert. Keine entsprechende Medikation: Der Befund wird dokumentiert und gilt lebenslang.

Genau deshalb ist die genetische Analyse bei YEARS nicht einzeln buchbar. Es ist keine Bündelungsstrategie, sondern die Bedingung dafür, dass der Befund überhaupt eine Aussage trägt.

Die Ebenen

Was am selben Tag miterhoben wird.

Fünf Ebenen, die zusammen den Kontext ergeben, in dem ein genetischer Befund interpretierbar wird.

Genetik und Epigenetik

Exom- und Genomsequenzierung mit über 170 kuratierten Risikogenen, Pharmakogenetik, Trägerstatus. Dazu epigenetische Alterungsmodelle, ausdrücklich als forschungsnah gekennzeichnet.

Über 230 Biomarker

Lipidprofil mit ApoB und Lp(a), Entzündungsmarker, Hormonpanel, Organfunktion, Nährstoffstatus, HbA1c und Insulinresistenz. Die Werte, an denen sich eine Veranlagung zeigt oder eben nicht.

Ganzkörper-MRT

Hochauflösende Bildgebung ohne Strahlung, von Kopf bis Fuß. Macht sichtbar, ob eine Veranlagung sich strukturell schon ausgeprägt hat.

Funktionsdiagnostik

EKG, Gefäß- und Herzultraschall, Lungenfunktion, Spiroergometrie mit direkt gemessenem VO2max. Beschreibt Leistungsfähigkeit statt Veranlagung.

Familienanamnese

Über drei Generationen erhoben. Sie entscheidet, welche genetischen Befunde überhaupt relevant sind — und ist der Teil, den kein Labor liefern kann.

Der vollständige Umfang: YEARS Ultimate · Blutwerte und Biomarker im Check-up

Ablauf

Sechs Wochen, vier Schritte.

Schritt 01

Vorgespräch und Familienanamnese

Vor dem Termin

Ärztliche Aufklärung nach Gendiagnostikgesetz: Ziel, Reichweite, Grenzen, Recht auf Nichtwissen. Familiengeschichte über drei Generationen.

Schritt 02

Diagnostiktag in Berlin

Rund 6 Stunden

Blutentnahme für Genetik und Labor, Ganzkörper-MRT, Ultraschall, EKG, Lungenfunktion, Spiroergometrie. Kein separater MRT-Termin, kein Wechsel zwischen Praxen.

Schritt 03

Auswertung und Kuratierung

4 bis 6 Wochen

Sequenzierung im akkreditierten Labor, bioinformatische Auswertung, ärztliche Klassifikation nach ACMG-Kriterien. Die Kuratierung ist der längere Teil.

Schritt 04

Befundbesprechung und Plan

Persönlich

Genetische Befunde und Messwerte werden zusammen eingeordnet. Am Ende steht ein Plan für die nächsten zwölf Monate, mit drei Check-ins im Jahr.

Für wen

Wann der genetische Teil etwas beiträgt.

Und wann eine Basisdiagnostik zuerst mehr bringt. Wir sagen beides, weil die Alternative ein Programm ist, das mehr verspricht als es einlöst.

Familiäre Vorbelastung

Sinnvoll

Krebs, Herzinfarkt oder Demenz bei Eltern oder Geschwistern, besonders vor dem 60. Lebensjahr. Hier verändert ein Befund das Vorsorgeschema konkret.

Werte ohne Lifestyle-Erklärung

Sinnvoll

Deutlich erhöhte Lipide trotz guter Ernährung, auffällige Eisenwerte, unerklärte Leberwerte. Genetik liefert hier oft die fehlende Erklärung.

Mehrere Medikamente

Sinnvoll

Wiederkehrende Nebenwirkungen oder ausbleibende Wirkung bei Standarddosierungen. Die pharmakogenetische Auswertung gilt lebenslang.

Noch keine Basisdiagnostik

Später sinnvoll

Wer Blutdruck, ApoB, Lp(a), HbA1c und eine Bildgebung noch nicht kennt, gewinnt mit diesen Werten mehr als mit einem Genom. Core oder Evolve ist dann der bessere Einstieg.

Kosten und Erstattung

Was der genetische Gesundheitscheck kostet.

Der genetische Teil ist im Ultimate-Programm für 16.900 Euro enthalten, gemeinsam mit über 230 Biomarkern, Ganzkörper-MRT, Liquid Biopsy, Mikrobiom, Epigenetik, der ärztlichen Beratung vor und nach der Untersuchung sowie drei Check-ins im Jahr. Core (1.900 Euro) und Evolve (7.600 Euro) enthalten keine Sequenzierung.

Gesetzlich Versicherte erhalten für präventive genetische Diagnostik keine Erstattung — die gesetzliche Krankenversicherung zahlt sie nur bei konkretem medizinischem Anlass. Privatversicherte können je nach Tarif Teile abrechnen, insbesondere ärztliche Leistungen und einzelne Laborpositionen. Was in Deinem Fall geht, klären wir im Erstgespräch statt es pauschal zu versprechen.

Zu den Erstattungswegen: Erstattung und Kostenübernahme

Häufige Fragen zum genetischen Gesundheitscheck

Ein Gesundheitscheck, bei dem die genetische Analyse nicht als Einzelbefund dasteht, sondern gemeinsam mit Laborwerten, Bildgebung, Funktionsdiagnostik und der Familienanamnese ausgewertet wird. Der Unterschied zu einem eigenständigen Gentest ist inhaltlich, nicht organisatorisch. Eine Variante im LDL-Rezeptor bedeutet etwas anderes, wenn Dein LDL bei 190 liegt, als wenn es bei 90 liegt. Ein erhöhtes polygenes Risiko für koronare Herzkrankheit bedeutet etwas anderes, wenn im MRT und im Gefäßultraschall bereits Plaques sichtbar sind. Bei YEARS läuft der genetische Teil deshalb im Ultimate-Programm, gemeinsam mit über 230 Biomarkern, Ganzkörper-MRT und Liquid Biopsy an einem Diagnostiktag.

In vier Schritten über etwa sechs Wochen. Erstens das ärztliche Vorgespräch mit Aufklärung nach Gendiagnostikgesetz und der Familienanamnese über drei Generationen, weil sie bestimmt, welche Befunde relevant sind. Zweitens der Diagnostiktag in Berlin-Charlottenburg, rund sechs Stunden: Blutentnahme für Genetik und Labor, Ganzkörper-MRT, Ultraschall, EKG, Lungenfunktion, Spiroergometrie. Drittens die Auswertung, bei der die Sequenzierung wenige Tage und die bioinformatische plus ärztliche Kuratierung mehrere Wochen dauert. Viertens die persönliche Befundbesprechung, in der genetische Befunde und Messwerte zusammen eingeordnet werden und ein Plan für die nächsten zwölf Monate entsteht.

Drei Dinge. Erstens der Umfang: Verbrauchertests arbeiten meist mit einem SNP-Array und prüfen einzelne vorher festgelegte Positionen, während hier Exom- und Genomsequenzierung mit Auswertung von über 170 klinisch kuratierten Risikogenen läuft. Zweitens die Interpretation: Ein Rohergebnis ohne Familienanamnese, ohne Laborwerte und ohne ärztliche Einordnung ist klinisch kaum verwertbar. Drittens der Rechtsrahmen: In Deutschland darf eine prädiktive genetische Untersuchung nur ärztlich veranlasst werden und erfordert genetische Beratung vor und nach dem Test. Genau diese Kette liefert ein Direktversand-Anbieter nicht, weshalb Du dort eine Datei bekommst und keinen Befund.

Am klarsten für drei Gruppen. Menschen mit familiärer Vorbelastung, also Krebs, Herzinfarkt oder Demenz bei Eltern oder Geschwistern, besonders bei frühem Erkrankungsalter. Menschen mit Befunden, die sich durch Lebensstil nicht erklären lassen, etwa deutlich erhöhte Lipidwerte trotz guter Ernährung. Und Menschen, die regelmäßig mehrere Medikamente nehmen, für die die pharmakogenetische Auswertung konkrete Dosierungshinweise liefert. Weniger sinnvoll ist der genetische Teil, wenn Du noch keine Basisdiagnostik hast. Wer Blutdruck, ApoB, Lp(a), HbA1c und eine Bildgebung noch nicht kennt, gewinnt mit diesen Werten mehr als mit einem Genom.

Gesetzlich Versicherte erhalten für einen präventiven genetischen Gesundheitscheck keine Erstattung. Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt genetische Diagnostik nur bei konkretem medizinischem Anlass, etwa bei einem begründeten Verdacht oder einer bestehenden Erkrankung, nicht als Vorsorge ohne Symptome. Privatversicherte können je nach Tarif Teile abrechnen, insbesondere die ärztlichen Leistungen und einzelne Laborpositionen. Was in Deinem Fall geht, hängt vom Tarif ab und wird im Erstgespräch geklärt, nicht pauschal versprochen. Für gesetzlich Versicherte, die eine Zusatz- oder betriebliche Krankenversicherung prüfen wollen, verweisen wir auf unsere Erstattungsseite.

Nein. Deine Erbinformation ändert sich nicht, weshalb der genetische Teil ein einmaliger Aufwand ist und lebenslang gilt. Was sich ändert, ist die Interpretation: Die Klassifikation von Varianten wird laufend aktualisiert, und eine Variante unklarer Signifikanz kann Jahre später als pathogen oder als gutartig neu bewertet werden. Deshalb bewahren wir die kuratierten Daten auf und können bei relevanten Neubewertungen erneut auswerten, ohne eine neue Probe zu brauchen. Der übrige Check-up ist etwas anderes: Blutwerte, Bildgebung und Funktionsdiagnostik beschreiben einen Zustand und werden jährlich wiederholt.

Veranlagung ohne Zustand ist eine halbe Antwort.

Im kostenlosen Erstgespräch klären wir, ob der genetische Teil in Deiner Situation etwas beiträgt oder ob eine Basisdiagnostik zuerst mehr bringt.